Wer Testsieger ist, bekommt in der heutigen Zeit, wo man sich mit einer gewissen Vorliebe an Tests und Ratings orientiert, häufig einen Vertrauensvorschuss. Folglich ist es ein Attribut, mit dem sich auch eine Private Krankenversicherung gerne schmückt, denn damit lässt sich gut werben.

So weit alles gut und schön, doch aus Ihrer Sicht stellt sich die berechtigte Frage: Was nützt mir das als Kunde?

Ist ein Unternehmen, dessen Tarife in einem aktuellen Test gut abschneiden oder gar als Sieger hervorgehen, für Sie automatisch ein vertrauenswürdiger Partner? Angesichts einer Vertragslaufzeit, die mehrere Jahrzehnte betragen soll?

Da sind wir doch ein wenig skeptisch!

Untermauert werden unsere Zweifel vor allem durch die Tatsache, dass positive Testergebnisse nun mal keinen Schutz vor hohen Beitragsanpassungen bieten. Jüngstes Beispiel in 2016 war der Tarif BM der DKV, der in den Tests der vergangenen Jahre fast ausschließlich positive Bewertungen erhalten hatte.

Können also die Testsieger von heute die Verlierer von morgen sein?

Das ist in unseren Augen alles andere als abwegig.

  1. So gibt es keine verbindliche Regelung, welche Mindestanforderungen ein Test bzw. Rating zu erfüllen hat. Das bedeutet, die Tester sind völlig frei, was die Auswahl und die Gewichtung ihrer Testkriterien betrifft.
  2. Gut, das ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, denn entscheidend sind letzten Endes die Schlussfolgerungen, die aus den jeweiligen Ergebnissen gezogen werden können. Hier gilt es ein wenig aufzupassen.
  3. Welche Informationen kann Ihnen ein Test liefern, der die Unternehmen auf der Grundlage des Einstiegskurses, d.h. des aktuellen Preis-Leistungs-Verhältnis bewertet? Im Grunde nur eine Momentaufnahme, denn der Beitrag steigt nun mal mit den Jahren an.
  4. Können daraus also Rückschlüsse für die Zukunft gezogen werden, besonders für die künftige Beitragsentwicklung? Wohl eher nicht!
  5. Und was kann ein Versicherer tun, wenn seine Tarife in solchen Tests schlecht abschneiden? Ganz einfach, er kann einen „neuen Tarif“ auflegen, der einen erheblich günstigeren Einstiegsbeitrag bietet als die Alttarife, die aufgrund der hohen Beitragssteigerungen nicht mehr wettbewerbsfähig sind.
  6. Das Problem dabei: Neukunde sind Sie nur einen kurzen Augenblick, Bestandskunde idealerweise ein Leben lang!
  7. Die große Schwäche dieser Tests: Keiner liefert Ihnen wirklich nützliche Informationen darüber, wie sich die Beiträge bei den einzelnen Anbietern entwickelt haben, d.h. ob sie für die Bestandskunden langfristig bezahlbar geblieben sind. Obwohl es ziemlich unstrittig ist, dass diesem Aspekt eine überragende Bedeutung zukommt.

Wir sind dennoch der Frage nachgegangen, welche Erkenntnisse uns eine Langzeitstudie liefern kann und haben bewertet, wie die Tarife von 32 Privaten Krankenversicherungen in einschlägigen Vergleichstests seit dem Jahr 2000 jeweils abgeschnitten haben.

Doch nicht nur das, denn wir haben besonders darauf geachtet, wer im Sinne der Kontinuität auf bewährte Qualität setzt bzw. wer zwischendrin neue Kreationen aus der Tarifküche kredenzt.

Diese Informationen stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung, klicken Sie für den Anbieter auf das jeweilige Feld.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Erkenntnisse und Schlussfolgerungen

  • Die Tarife von Versicherern mit einer soliden Tarifpolitik, die ihren Kunden langfristig bezahlbare Beiträge geliefert haben, bekommen zwar überwiegend ordentliche Bewertungen, sind aber eher selten unter den Testsiegern zu finden.
  • Über all die Jahre nie eine wirklich schlechte Bewertung bekommen zu haben, erscheint uns daher irgendwie nachhaltiger.

 

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